Trauerbegleitung

Es gibt keinen Weg an der Trauer vorbei, nur durch sie hindurch.

Trauerbegleitung

Du hast einen lieben Menschen verloren?

Du hast eine Trennung oder Scheidung durchlebt oder steckst mittendrin?

Es haben Umbrüche in deinem Leben statt gefunden?

Du hast dich an deinem jetzigen Platz noch nicht gefunden?

Und es ist Zeit los zu lassen?

Aber es fällt dir sehr schwer, es wird sogar immer schwerer?

Dir geht unendlich viel durch den Kopf und es beschäftigen dich viele Fragen. Ich habe ein paar Gedanken herausgefischt und beleuchtet. 

Ein lieber Freund hat seine Trauergedanken in Worte gefasst, nicht geschönt, nicht korrigiert, nicht überarbeitet. Es ist mir eine große Freude, dass ich seine Texte hier mit aufnehmen darf.

Auch sollte die räumliche Distanz kein Hindernis sein, um gemeinsam zu arbeiten. Wir können die moderne Technik wie Skype oder Zoom nutzen, um miteinander zu kommunizieren. 

Wie lange trauern ist denn normal?

Trauer

Ja, was ist denn schon normal. Eine Antwort möchte ich mir nicht anmaßen. Jeder Mensch trauert in seinem Tempo. Die Wissenschaft hat verschiedene Phasen formuliert und vielleicht ist es für den ein oder anderen hilfreich darüber Bescheid zu wissen. Auch kann sich bei einem sehr geringen Prozentsatz der Trauernden die Situation ausprägen und eine medizinische Behandlung ist angebracht.

Aber geht es nicht darum den Menschen in seiner momentanen Situation zu sehen und anzunehmen? Phase hin, Phase her. Manchmal ist auch das Trauerjahr zu kurz. 

Meine Trauer ist nicht Deine Trauer.

Vielleicht kennst du das, dass dein Umfeld dich nach einiger Zeit sanft oder weniger sanft darauf hinweist, dass die Trauerzeit langsam mal vorbei sei oder es auch Zeit sei, wieder den Alltag aufzunehmen?

Du steckst jedoch noch kopfüber im Gefühls- und Gedankenchaos? Und du fühlst dich ziemlich alleine und möchtest deine Lieben auch nicht immer mit deinen Sorgen konfrontieren? Vielleicht ist es auch unerwünscht?

Sei stolz auf dich. Trauerarbeit ist eine Höchstleistung, die viel Mut und Stärke verlangt. Du stellst dich deinen tiefsten Tiefen und höchsten Höhen. 

Darin liegt eine wunderbare Chance für dich und die Beziehung zum Verstorbenen.

Ganz langsam lichtet sich der Nebel über dem Fluss

Die Schemen des anderen Ufers werden deutlich

Die geahnte Existenz wird sichtbar, wenn auch noch in Dunst gehüllt, wie ein Versprechen für den neuen Tag

Langsam lichten sich die Unsicherheiten um mein Herz

Es ist noch da, Es kann empfinden, lachen und genießen

Es kann sich berühren lassen

Es ist ein Versprechen für die Zukunft

Kein Versprechen, was die Zukunft bringen wird,

sondern, dass es eine geben wird.

von Markus Moser

Warum wird meine Trauer immer schlimmer?

Trauer

Die Zeit heilt alle Wunden. Das trifft leider auf die Trauer nicht ganz zu. Trauer kann man nicht einfach aussitzen.

Vielleicht wurde dir dein Verstorbener ganz plötzlich entrissen?

Oder du hast die Beerdigung wie durch einen Schleier erlebt oder du fandest dich gar nicht darin wieder?

Oder Du machst dir Vorwürfe oder fühlst dich mitverantwortlich für den Tod?

Ich könnte noch ein paar Dinge hier aufzählen, die dich bewegen könnten. Und alles muss gesehen und gehört werden. 

Du kannst und möchtest deine Lieben damit nicht belasten? Erzähle mir deine Geschichte, sehe mich als ein Herz mit zwei Ohren an.

Ich komme gut voran mit der Trauerarbeit

kein Stück, keinen Schritt komm ich gut voran

ich fühle mich wie zerschlagen

wie nächtelang ohne Schlaf mit zuviel Alkohol und Zigaretten

Ich fühle mich inmitten der Familie vollkommen verlassen

Du hast mich verlassen.

Du hast mich zurückgelassen und ich kann jetzt schauen wie ich klar komme

Du bist Deinen Weg gegangen worden

ich werde meinen Weg gegangen

von Markus Moser

Warum kann ich nicht weinen?

Weinen

Vielleicht bist du noch wie erstarrt, wie eingefroren?

Alte Muster erlauben dir gar nicht zu weinen?

Du denkst, dass "wenn ich nicht weine, ist es nicht wahr".

Du willst nicht als schwach angesehen werden?

Zur Trauer gehören Tränen. Sie helfen uns zu befreien, zu reinigen. Für die Wissenschaftler unter Ihnen, beim Weinen werden Giftstoffe aus dem Körper geleitet.

Ist es nicht ein befreiendes Gefühl, wenn nach dem Weinen sich in der Erschöpfung eine neue Leichtigkeit und Zuversicht zeigt?

Ich kann nicht singen

Ich kann nicht beten

Ich kann nur bleiben, aushalten

Man sagt, Tränen sind ein ganz starkes Gebet

Da bin ich gut

von Markus Moser

Warum trösten mich tröstende Worte nicht?

Trauer

Das wird schon wieder....

Die Zeit heilt alle Wunden....

Kopf hoch, auf Regen folgt Sonnenschein....

Es war doch besser so, so konnte es doch nicht weitergehen....

Und du denkst nur, was für ein Mist. Du steckst mitten in deinem Schmerz und fühlst diesen mit aller Wucht. Wo soll der Sonnenschein sein? Wie soll die klaffende Wunde in Ihrem Herz geschlossen werden? Vielleicht hättest du gerne noch weiter gepflegt. Hauptsache ihr wart zusammen?

Wer kann dir schon sagen, was du fühlen sollst? Du weißt, was du zur Zeit fühlst.

Ein guter Freund, der seine Frau verloren hat, hat folgenden Satz zugesprochen bekommen. Und diesen möchte ich Ihnen auch gerne zusprechen:

"Ich kann Dir nichts anbieten, außer Dir zu zusagen, Deinen Schmerz mit Dir auszuhalten".

Trost:

Der Trost besteht nicht aus Antworten

der Trost bestehet nicht aus Formeln und Sätzen

der Trost besteht nicht im Wissen aus was Trost besteht.

der Trost besteht in Räumen des Lebens in denen sein darf was ist

der Trost besteht im miteinander aushalten

der Trost besteht in Treue

der Trost gesteht in der Zusage, wir bleiben da bis du wieder stehen kannst

der Trost besteht in der Liebe die fließt und alles aushält

der Trost besteht in der stetigen Ermutigung mich selbst zu lieben

der Trost besteht in Deiner Zusage - ich bin da              

von Markus Moser

Ich bin stinksauer auf den Verstorbenen, darf ich das überhaupt?

Trauer

Ja, du darfst! Du darfst sauer sein und das auch äußern!

In anderen Kulturen ist das sogar Teil des Abschiedsritual.

Wir finden gemeinsam einen Weg diene Emotionen rauszulassen. Du weißt es bestimmt schon, was zu dir passt.

Verdrängen ist unterdrücken. Wenn Gefühle unterdrückt werden, bahnen sie sich häufig in körperlichen Symptomen ihren Weg.

Ich kenne meinen Schmerz und meine Wut

Ich kenne meine Enttäuschung über alles was ich geglaubt habe

Ich kenne meine Einsamkeit und die Angst vor der Zukunft

Ich kenne meine unhörbare Schreie und spüre wie es immer wieder mein Herz zerreist

von Markus Moser

Mir fehlt der Abschied. Wie kann ich mich verabschieden?

Abschied

Es gibt Ereignisse, bei denen ein Abschied nicht möglich ist. Dir fehlt aber genau dieser Abschied in deiner Trauer.

Wir schauen welches Abschiedsritual zu dir passt. Vielleicht ist ein Tagebuch für dich das Richtige oder du gestalten eine Skulptur, die Platz auf dem Grab findet? Du pflanzt einen Baum oder übergeben ein Symbol dem Feuer.

Ich bin mir sicher, du weißt was zu dir und deinem Trauerweg passt.

Du bist tot

Du lebst - nicht mehr als Mensch

Du lebst - nicht mehr als Mensch

Welch schöner Satz

Welcher Trost

Welche Zuversicht

Du lebst

von Markus Moser

Wie sieht eine Trauerbegleitung mit mir aus?

Trauerbegleitung

Wir lernen uns kennen, so dass du dir sicher sind, wer dich ein Stück auf deinem Weg begleitet.

Ich komme auch gerne zu dir nach Hause. Oder wir begegnen und online.

Du erzählst mir wo du gerade stehst und wie es dir derzeit geht.

Gemeinsam halten wir den Schmerz aus oder auch die Stille oder du erzählst. Vielleicht tut dir ein Waldspaziergang gut oder auch ein Schrei.

Wir gehen in deinem Tempo. Ich unterstütze dich mit Körperübungen und wir finden Rituale, die zu dir passen. Wir schauen uns deine Geschichte an und entdecken deine Kraftquellen und Lichtblicke. 

Ich darf dir an dieser Stelle die Worte von Liane Probst, Trauerrednerin, ans Herz legen:

"Trauer wirkt heilend. Trauer hat enorme Lebensenergie, in ihr liegen große Chancen zur Wandlung und Reifung unserer Entwicklung".

Begleitet zu werden ist wie in einem Sumpf zu stecken und

Boden unter den Füßen zu spüren

Gestützt zu werden, sodass die Augen immer den Himmel erblicken können

auch wenn dieser unerreichbar scheint

Die Treue zu spüren, welche dauert bis ich den Sumpf wieder aus eigener Kraft

verlassen und selbst stehen und weitergehen kann

Zu wissen ich muss auch dann nicht allein weitergehen

von Markus Moser