Spitzwegerich

Wohltuender Wegbegleiter

Spitzwegerich

Endlich hat die Urlaubszeit begonnen und viele starten in ihren wohlverdienten Urlaub. Ab geht’s zum Hiken. Bestens ausgerüstet mit Carbon-Stöcken, atmungsaktiver Funktionskleidung und leichten Stiefeln. In den letzten Jahren hat das etwas angestaubte Wandern wieder Aufwind bekommen. Vorbei sind die Zeiten, als unsere Eltern uns mühevoll und mit langem Gesicht unerbittlich die Berge hochgejagt haben.

Mit Freude genießen wir die glockenklare Luft, die fantastische Bergwelt und die Bewegung.

Zäh und ätzend wird es aber schlagartig, wenn man sich auch mit den tollsten High-Tec-Stiefeln Blasen und wunde Füße gelaufen hat. Das Schöne an der ganzen Misere ist, dass Linderung direkt am Wegesrand wächst. Der wunderbare Spitzwegerich (Breitwegerich tut’s aber auch). Die Blätter des Spitzwegerichs sind schmal und lang und aus der Mitte wachsen die Ähren an Stängeln und können bis zu 50 cm hoch werden.

Pflücken Sie sich einige Blätter und quetschen sie ein bisschen an. Legen sie diese dann auf die wunden Stellen und fixieren sie es mit den Socken. Die im austretenden Pflanzensaft enthaltenen Gerbstoffe bilden eine Art Schutzschicht und auch die darin enthaltene Kieselsäure wirkt wundheilungsfördernd. Auch soll dieses Notpflaster vorbeugend gegen Blasen wirken. Versuchen Sie es einmal und reiben Ihre Füße vor dem Wandern mit angequetschtem Spitzwegerich ein. Zur Erfrischung der Füße legen Sie sich Blätter in die Schuhe.

Aber egal wo, wie und wann wir wandern gehen. Es ist wunderschön und öffnet uns den Blick von unserem klein-klein-Alltag in die Weite. Und so manche Sorge oder so manches Problem lässt sich aus einem anderen Blickwinkel sehen und macht somit eventuell den Weg für neue Lösungen frei.

Sollten Sie zufällig auch noch Husten oder eine Halsentzündung haben, Spitzwegerich kann getrocknet wunderbar als Hustentee eingesetzt werden, da sich die Schleimstoffe wie ein Schutzfilm über die Hals- und Rachenschleimhaut legen und dadurch Reizungen lindern können.