Ängste zerstören

Kraftvoll. Einfach. Selbstwirksam.

Ängste zerstören

Im letzten Blogartikel habe ich darüber geschrieben, wie man kreiselnde Gedanken unterbrechen und stoppen kann. Mit diesem Blogartikel möchte ich noch einen Schritt weiter gehen und euch wieder eine praktische Übung an die Hand geben.

Dieses Mal geht es um die Zerstörung von Ängsten. Ich darf gleich vorneweg stellen, dass dieser Artikel nicht den Besuch eines Arztes ersetzt.




Ich denke, dass jeder von uns schon einmal im Leben Angst gespürt hat. Und wir können vor den unterschiedlichsten Situationen und Gefühlen Ängste entwickeln:

  •  Angst vor großen Menschenmengen
  •  Angst im Aufzug
  • Angst vor Spinnen
  • Angst vor Prüfungen
  • Angst vor dem Tod
  • Angst vor Krankheit
  • Angst, dass den eigenen Kindern etwas zustößt
  • Angst vor der Autobahn
  • Angst aus dem Haus zu gehen
  • Angst vor Höhe
  • Angst Türklinken anzufassen

Die Liste ist unendlich lang, denn jeder Mensch reagiert auf Situationen in seiner eigenen Art und Weise. Jeder von uns hat in seinem Leben eine einzigartige Erziehung genossen. Jeder hat seine Erfahrungen mit Menschen und Lebenssituationen gemacht. Und jeder zieht für sich andere Schlüsse und Reaktionen daraus. Jeder empfindet Ängste unterschiedlich.

Ich möchte in die Natur der Angst auch gar nicht tief einsteigen. Wenn Du mehr wissen möchtest, dann schaue im Internet nach wissenschaftlichen Artikeln.

Dafür möchte ich ganz praktisch bleiben. Hier ein eigenes Beispiel, stellvertretend für viele andere Ängste:

Also, ich mag keine Spinnen. Ehrlich gesagt, finde ich diese total gruselig. Spätestens wenn sie einen fetten Körper und behaarte Beine haben, bin ich raus. Im anderen Zimmer und zwar lautstark. Hmmm? Warum eigentlich?

In unseren Breitengraden sind Spinnen im Allgemeinen kein großes Ding. Sie sind nicht giftig, maximal handtellergroß und haben keine Haigebisse und angreifen tun sie auch nicht. Im Gegenteil, sie verkrümeln sich sehr schnell. Und was passiert bei mir?

Ängste

Ich verbrauche jede Menge Energie: der Puls geht hoch, der Magen zieht sich zusammen, entweder renne ich davon (flight) oder ich bin erstarrt (freeze). Und das Kopfkino geht an, was alles passieren kann. Wie sie nachts über meine Bettdecke läuft oder über meinen Kopf…..

Wenn ich im entspannten Sein darüber nachdenke, dann ist das was ich spüre, eine kreierte Illusion. Die Angst vor etwas, das ich noch nie erfahren habe, mir aber so vorstelle. Allein über die Vorstellung, sind wir in der Lage uns in Angstzustände zu versetzen. Und das kostet uns jede Menge Kraft und Energie. Energie, die uns an anderer Stelle fehlt. Die Energie für Schönes, Freudvolles.

Genau diese Vorstellungskraft können wir aber auch gezielt nutzen, die Angst zu eliminieren und mit etwas Schönem, Positiven zu ersetzen. Unser Nervensystem macht keinen Unterschied von Realität und Vorstellung.

Der folgende Prozess kann mit unterschiedlichen Ängsten durchgeführt werden. Manchmal gibt es nicht nur eine Angst zu einem Thema und es kann auch sein, dass sich tiefer liegende Ängste zeigen können, wenn die Oberfläche weg ist.

Für das erste Mal suche Dir einen ruhigen Platz, damit Du für etwa 10 Minuten ungestört bist. Sorge dafür, dass es Dir gut geht. Trink noch einen Schluck Wasser und mache es dir bequem. Wenn Du möchtest, dann schließe die Augen. Mit ein bisschen Übung kannst du den Prozess auch jederzeit und überall machen.

So geht’s:

1.       In welchen Situationen oder vor welchen Situationen hast Du Angst?

  •  Vielleicht notierst Du Dir verschiedene Situationen oder Du folgst Deiner ersten Eingebung.

2.       Begib Dich gedanklich in Deine gewählte Situation

  • Spüre, wo in Deinem Körper nimmst Du die Angst wahr?
  • Spüre, welche Form hat diese Angst?
  • Spüre, welche Farbe die Angst?
  • Spüre, hat die Angst ein Gewicht?
  • Verstärke die Angst um ein Vielfaches.

3.       Zerstöre nun die Angst

  • Wenn Du den Impuls hast, die Angst aus Deinem Körper zu nehmen, dann tu es, so dass sie keine Verbindung mehr mit Dir hat.
  • Nun, zerstöre die Angst nach allen Regeln der Kunst in und mit Deiner Vorstellungskraft. In Deiner Vorstellungskraft gibt es keine Tabus.
  •  Wenn du das Gefühl hast, dass Du die Angst komplett zerstört hast, spüre durch Deinen Körper und schau, ob sich noch irgendwo etwas   versteckt.
  • Das zerstörst Du dann auch. Solange, bis nichts mehr da ist.

4.       Ein freier Raum entsteht

  • Das hast Du grandios gemacht. Nun fühle, wie es sich anfühlt ohne die Angst.
  • Vielleicht fällt Dir ein positives Gefühl ein oder eine Farbe oder Dein Lieblingsort oder etwas anderes.
  • Fülle diesen Raum nun damit und spüre wie sich das positive Gefühl in Dir ausbreitet.
  • Verstärke nun dieses positive Gefühl mit jedem Atemzug 100fach. Bis hinein in jede Zelle Deines Körpers. Solange, bis zu damit zufrieden bist.

Frei atmen

Dann atme nochmal tief durch und öffne die Augen.

Diesen Prozess kannst Du bei Bedarf immer wieder machen. Du wirst bemerken, dass sich die Angst von Mal zu Mal verändert.

Du kannst diesen Prozess auch variieren. Wenn du ein Ziel erreichen möchtest, dann überlege Dir, welche Ängste dich davon abhalten es zu erreichen.

Ich finde das Schöne an diesem Ablauf ist, dass man ihn immer und überall machen kann. Und vor allem, gibt es eine Möglichkeit in Angstsituationen etwas direkt und für sich selbst tun zu können.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren!

(Ich sollte ihn wohl mal in Bezug zu Spinnen machen...)